Soziale Manieren

Jeder verdient Respekt

Christina und Jenny sind 17 Jahre alt. Sie haben sich Gedanken gemacht, wie Jugendliche mit Menschen am Rand umgehen. Nicht immer so, wie sie es sich wünschen würden.

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Ein Lächeln erfeut jeden - auch Obdachlose

Während ich hier gemütlich auf meinem Bett sitze, meinen Tee trinke und diese Story schreibe, kämpfen Millionen Obdachlose draußen um ihr Leben, dass sie die Nacht überleben! Von uns, die wir etwas mehr haben, wünschen sich diese Menschen nichts sehnlicher als Anerkennung. Meine Meinung: Diese Leute sind und bleiben Menschen, auch wenn sie arm sind, keine Arbeit haben oder auf der Straße leben. Eines ist mir klar: Es kann jeden treffen.

Oft sind es die besonders coolen Jugendlichen, die einen Obdachlosen auf der Straße anpöbeln und dumme Kommentare ablassen. Die meisten fragen dabei nicht, wieso der Mensch so ist, welche Geschichte er hat. Was ist in seinem Leben schief gelaufen? Dabei bekommen diese Jugendlichen oft selber nichts auf die Reihe, gehen nicht zur Schule, kiffen und haben selbst noch nie gearbeitet. Gerade die müssen einen armen alten Mann auf offener Straße doof anmachen. Habe ich oft genug erlebt.

Wer weiß, ob sein Leben immer prima läuft?

Ich bin jetzt 17. Keine Ahnung, ob mein Leben die ganze Zeit prima läuft. Deshalb werde ich mich hüten, einen alten Mann oder eine kranke Frau dumm anzumachen. Vielleicht lande ich auch mal auf der Straße. Alles kann passieren und dann will ich doch auch, dass mir geholfen wird und nicht, dass mich jemand beleidigt und bespuckt. Innen drin tut so etwas einem immer weh und man schließt sich dadurch immer mehr von der Welt ab! Jeder Mensch verdient Respekt. Doch heute scheint es, als ob man sich den Respekt erst erarbeiten muss.

Mir ist es wichtig, dass alle Menschen gleich behandelt werden. Deswegen sollten alle spenden, selbst wenn man nicht viel hat. Ich meine, Brot und Trinken kann man immer einem Armen geben! Meine Anziehsachen, die schon was älter sind, die armen Kinder freuen sich jedes Mal darüber, wenn ich denen was gebe! Ach, außerdem muss es doch nicht unbedingt was Materielles sein, das man gibt. Obdachlose freuen sich schon, wenn man denen Hallo sagt oder ein Lächeln schenkt! Denkt daran: Das Leben ist ein Remix und man selbst ist der DJ.

Liebe Grüße Christina und Jenny