Portraits

Rene R., 23 Jahre alt

wohnt seit zwei Jahren im Don-Bosco-Haus in Aachen, einem Übergangswohnhaus für wohnungslose Männer und Frauen. Er hat heute wieder guten Kontakt zu seinen Eltern.

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Wohnungslos

Ich war nicht ganz klar in der Birne

Rene - Caritas in NRW
Rene will in eine eigene Wohnung ziehen.

Ich kam hier hin, weil ich Drogenprobleme hatte und auf der Straße gelebt habe. Partydrogen, Hasch, Amphetamine, Extasy. Ich war mehmals in der Psychiatrie, so sieben oder acht Mal. Bei der letzten Entgiftung wollten sie mich schon nicht mehr rauslassen. Da musste ich mich entscheiden, entweder dort bleiben oder in eine drogenfreie WG gehen. Anfangs war ich ziemlich mitgenommen, weil ich sehr viele Medikamente bekommen habe wegen der Psychose. Das hat sich gelegt.
Ich habe es geschafft, clean zu bleiben. Das ist schon mal was. Ich habe nach der Therapie eine Lehre begonnen, die ich aber nicht abschließen konnte, weil ich krank geschrieben war. Da meinte mein Chef, mir kündigen zu müssen. Jetzt bin ich auf dem Weg Richtung eigene Wohnung. Ich bin schon lange genug hier.

Leben am Abgrund

Früher war ich nicht klar in der Birne. Zuhause hatte ich oft Stress mit meinen Eltern. Ich habe gemacht, was ich wollte, schon mit 15 oder 16. Dann fing das an mit den Drogen. Meine Eltern haben zwar mit mir Hilfe gesucht bei der Drogenberatung, aber keiner konnte helfen. Ich bin zuhause rausgeflogen, und dann erst mal zu meiner Freundin gezogen. Dann war Schluss und ich saß auf der Straße. Ich wusste nicht wohin. Dann habe ich mal bei Freunden gepennt und  tagelang gar nicht gegessen. Ich war so richtig am Abgrund.

Aufgeschrieben von Markus Lahrmann für Caritas in NRW