Umfrage
Von Familien wird viel erwartet
Menschen in sozialer Not brauchen Hilfe. Alleine schaffen sie den Ausstieg aus Sucht, Wohnungslosigkeit oder Überschuldung oft nicht. 47 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass die Familien den Betroffenen helfen sollten. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts Sinus Sociovision im Auftrag der Caritas. Vor allem die Menschen zwischen 18 und 29 Jahren erwarten diese Leistung von den Familien. Nur 35 Prozent von ihnen sehen Ämter und Behörden in der Pflicht.
Der Osten setzt auf die Hilfe der Ämter
Ganz anders das Bild bei den Menschen im Osten Deutschlands. 60 Prozent sind hier der Meinung, dass es Aufgabe der Ämter ist,
den Menschen am Rand der Gesellschaft zu helfen. Im Bundesschnitt sagen dies nur 45 Prozent.
37 Prozent aller Befragten vertreten die Ansicht, dass sich die Betroffenen selbst helfen sollen. Lediglich 19 Prozent sehen
die Freunde in der Pflicht und nur 18 Prozent erwarten die Hilfe von Wohlfahrtsverbänden wie der Caritas.
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