Überschuldung
Überschuldete Familien sparen auch bei Lebensmitteln.
Im Sog unbezahlter Rechnungen
Bundesweit sind mehr als 3 Millionen Haushalte überschuldet. Durchschnittlich schieben sie einen Schuldenberg von 22.500 Euro vor sich her. Sie sind nicht mehr in der Lage, mit ihrem Einkommen oder Vermögen laufende Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Auslöser der Überschuldung gibt es viele. Für die meisten kommen sie überraschend. Denn Kredite werden in guten Zeiten aufgenommen, in denen die Raten ohne Probleme bezahlt werden können. Jobverlust, Trennung, Krankheit, oder unvorhergesehene Probleme machen jedoch vielen einen Strich durch diese scheinbar einfache Rechnung. Singles und vor allem alleinerziehende Frauen sind überproportional oft von Überschuldung betroffen. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Menschen die zahlreichen Finanzangebote nicht durchschauen.
Existenzängste lähmen und machen einsam
Um die fälligen Kosten zu bezahlen, nehmen die Menschen in dieser Lage neue Kredite auf oder sie stecken den Kopf in den Sand und reagieren gar nicht. Der Einstieg in eine Schuldenspirale ist vorprogrammiert. Andere schrauben ihren Lebensstandard nach unten. Die Folge: Kinder gehen ohne Frühstück aus dem Haus, Arztbesuche werden verschoben und Termine mit Freunden abgesagt. Es beginnt ein schleichender Ausstieg aus dem normalen Leben. Die Menschen grenzen sich ab, weil sie Angst vor einer Stigmatisierung haben. Existenzängste quälen sie und machen krank.
Die Betroffenen schieben den Besuch einer seriösen Schuldnerberatung oft zu lange hinaus. Dabei gibt es einen Weg, vom privaten Schuldenberg herunter zu kommen .

