Leben am Rand

Selbstverschuldete Auszeit

Wer hinter Gittern muss, kann für die Zeit seiner Haft nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Für viele Inhaftierte ist aber auch danach der Einstieg ins "normale Leben" eine enorme Hürde. Arbeitgeber, Vermieter und andere Personen stehen ihen oft skeptisch gegenüber.

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Familientreff hinter Gittern

Straffällige

JVA Düsseldorf 
Justizvollzugsanstalt Düsseldorf.
Quelle: Ulmer Echo

Leben hinter Gittern

Ende 2006 meldete das Statistische Bundesamt 61.250 inhaftierte Männer und 3.262 inhaftierte Frauen. Rund 20 Prozent davon waren unter 25 , etwa die Hälfte zwischen 25 und 40 Jahren.  

Strafen

  • 27.225 verbüßten eine Strafe von weniger als einem Jahr
  • 28.775 verbüßten eine Strafe zwischen einem und fünf Jahren
  • 6.218 verbüßten eine Strafe zwischen 5 und 15 Jahren
  • 2.294 verbüßen eine lebenslange Freiheitsstrafe oder leben in Sicherungsverwahrung.

Wer sitzt im Knast? 

  • Jüngere und Ausländer und Muslime sind deutlich überrepräsentiert.
  • Das (Aus-)Bildungsniveau Inhaftierter ist geringer, als das vergleichbarer Bevölkerungsgruppen: 40 Prozent hat keine abgeschlossene Berufsausbildung. 13 Prozent ist ohne Schulabschluss. 
  • Das Einkommen von Inhaftierten vor der Haft ist niedriger als im Bevölkerungsdurchschnitt. 
  •  Etwa 62 Prozent der Inhaftierten haben Schulden. 70 Prozent haben Probleme, diese zu tilgen. 
  • Inhaftierte haben in der Regel schwache und wenig tragfähige soziale Netze. Sie haben wenig Rückhalt von der Familie, sind selten in Vereinen engagiert und kaum in Freundeskreise eingebunden.

Probleme für Angehörige

Die Partner und Kinder der Straffälligen leiden unter der Haft. Auch wenn sie Kontakt zum Inhaftierten halten können: Eine angemessene Pflege familiärer Beziehungen ist kaum möglich. Außerdem verschlechtert sich ihre finanzielle Situation so, dass sie keine Vorsorge mehr treffen können. Hinzu kommt noch, dass das Umfeld oft mit Ausgrenzung auf die Inhaftierung reagiert.

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