Wohnungslose
Leben ohne eigenem Dach über dem Kopf
Menschen fehlt meist mehr als das Dach über dem Kopf.
Genaue Zahlen gibt es nicht, lediglich eine Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW):
- In Deutschland gab es im Jahr 2006 rund 132.000 alleinstehende Wohnungslose. Diese übernachten bei Freunden, Verwandten, in Notschlafstellen und anderen sozialen Einrichtungen.
- 18.000 leben ohne jede Unterkunft auf der Straße.
- 122.000 Menschen in Mehrpersonenhaushalten sind von Obdachlosigkeit betroffen und wurden ordnungsrechtlich untergebracht.
- Geschätzte 235.000 Personen sind aktuell von Wohnungsverlust bedroht, weil sie zum Beispiel die Miete nicht mehr bezahlen können.
- Immer mehr Menschen ohne Deutschen Pass und ohne gesicherten Aufenthaltsstatus leben als sogenannte Illegale auf der Straße.
Rechte: Wohnungslose haben große Probleme, ihre Rechte auf Sozialleistungen, Bildung und medizinische Versorgung wahrzunehmen und
sie einzufordern.
Gesundheit: Das Leben auf der Straße ruiniert die Gesundheit. Die medizinische Versorgung Wohnungsloser ist schlecht. Geschätzte 60 bis
80 Prozent sind süchtig und/oder psychisch krank. Im Schnitt sterben Wohnungslose zehn Jahre früher als der Rest der Bevölkerung.
Wohnungslose sind weit weg
Die repräsentative Umfrage des Instituts Sinus-Sociovision im Auftrag der Caritas zeigt, dass 46 Prozent der Deutschen keinen Kontakt zu Wohnungslosen haben. 50 Prozent geben an, dass sie diesen nur in bestimmten Stadtteilen begegnen. Drei Prozent haben Wohnungslose in der Nachbarschaft und bei nur einem Prozent gehören sie zu den Freunden oder in die Verwandtschaft.
