Soziale Manieren

Aufregen oder abfinden?

Viele Menschen können aufgrund von Sucht, Armut, Wohnungslosigkeit oder Krankheit nicht mehr voll am Leben teilnehmen. Für sie ist das ein großes Problem – für die meisten anderen offensichtlich nicht. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Sinus-Sociovision aus dem Jahr 2008.

Detail-Ergebnisse liefert ein Artikel der Zeitschrift neue caritas 22/2008:  Caritas und „Menschen am Rande“ – wie werden sie gesehen?  (pdf-Dokument)

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Umfrage

Sind Menschen am Rand der Gesellschaft (k)ein Skandal?

Diese Umfrageergebnisse liefern Gesprächsstoff: Lediglich 38 Prozent der Deutschen stimmen der Aussage voll und ganz zu, dass jeder Mensch ein Gewinn für die Gesellschaft ist. Nur 36 Prozent sind der Meinung, dass alle verlieren, wenn es immer mehr Menschen am Rande der Gesellschaft gibt. 45 Prozent sagen, dass es den Werten und Grundsätzen einer demokratischen und sozialen Gesellschaft widerspricht, wenn es dauerhaft Menschen am Rand gibt.

Detailergebnisse erhalten Sie beim Klick auf die Grafik

Einstellungen zu Menschen am Rand - Ergebnisse


Für unter 30-Jährige scheint die dauerhafte Existenz von Menschen am Rande der Gesellschaft nicht den Werten einer demokratischen und sozialen Gesellschaft zu widersprechen. Lediglich 35 Prozent stimmten dieser Aussage uneingeschränkt zu. In den neuen Bundesländern liegt die Zustimmung mit 56 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt von 45 Prozent.

Die Frage, ob jeder Mensch ein Gewinn für die Gesellschaft ist, bejahen 41 Prozent der Frauen, aber nur 35 der Männer. Eine breite Zustimmung von 41 Prozent gibt es auch bei den Menschen über 60 Jahren.

Wie stehen Sie zu diesen Aussagen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.